‚Ein Problem mit der Haltung‘

Ein Kommentar zum Artikel der Schwäbischen Zeitung vom 17.09.21


...so betitelt die Schwäbische Zeitung vom 17.09.21 einen umfassenden Artikel, in welchem eine wachsende, ja demokratiegefährdende Gefahr einer ‚lauten Minderheit‘ durch Yogapraktizierende und Esoteriker ausgehe, welche das Coronageschehen und ihre Maßnahmen hinterfragen und sogleich wird von ‚staatsgefährdendem Extremismus‘, Esoterikern und Rechtsextremismus geredet. Es ist schon erstaunlich, ja unheimlich, wie sich im Journalismus der gewohnt suggestiv verunglimpfende Stil gegenüber Menschen fortsetzt, welche sich kritisch gegenüber dem Umgang mit Corona äußern. Personen, die Corona und die damit verbundenen politischen oder auch gesundheitlichen Maßnahmen in Frage stellen haben generell ‚Ein Problem mit der Haltung‘. Eine ‚Minderheit die für andere zum Problem wird‘, so heißt es dort. ‚Shantifa‘, eine Gruppe innerhalb praktizierender Yogis habe sich nun gegründet, um sich gegenüber ‚Coronaverharmlosern‘ in der Yogaszene scharf abzugrenzen. Dass im öffentlichen Diskurs Menschen die kritische Fragen und andere Ansichten gegenüber dem Umgang mit dem Coronageschehen haben ausgegrenzt und diffamiert werden ist leider regelrechte Signatur geworden. Wie vorgefertigte Schablonen werden kritische Stimmen mit suggestiv-moralisierenden Begriffen in einen Topf geworfen und moralisch als verantwortungslos oder gar als Gefahr für die Allgemeinheit dargestellt.

Der Zeitungsartikel bedient auf bekannte Weise das moralisierend-herabsetzende Schema durch suggestiv aufgeladene Begriffe wie: Verschwörungserzählungen, Impfmythen, Verschwörungsideologen, Verschwörungsgläubige, Coronaleugner, Verschwörungsmythen, Verschwörungsideen. Unter den sog. Querdenkern und dem ‚Milieu von Verschwörungsideologen‘ gäbe es auch ‚Yogis und Esoteriker die Mantras singen‘, die sich arrogant und überlegen fühlten und sich von aller Rationalität und Wissenschaftlichkeit abgrenzten. Genau so wird das gewünschte Bild geschaffen, von einer diffus irrationalen esoterischen Gefahr, welche die Demokratie gefährde und – wie erwähnt für ‚andere zu einem Problem wird‘.

Bemerkenswert, wie solch ein Artikel die gleiche suggestiv-diffamierende Handschrift trägt, wie der 2019 in der Süddeutschen Zeitung erschienene Artikel ‚Der Guru‘, in welchem Heinz Grill als gehirnwaschender Guru dargestellt wurde und ebenso eine Gefahr für die öffentliche Gesellschaft darstelle. Das Ziel: Ihn öffentlich zu diffamieren. Nebenbei sei bemerkt, dass Heinz Grill nach Klage gegen diesen Artikel und die Süddeutsche Zeitung in acht von 11 Punkten recht erhielt. Und das bei der Süddeutschen, die sich ihres investigativen Journalismus rühmt. So aber wird heute vielfach Missbrauch mit Journalismus betrieben. Suggestion und Manipulation anstatt Bemühung um Objektivität und Wahrhaftigkeit.

Und natürlich wird im aktuellen Artikel auch Matthias Pöhlmann – der Sektenbeauftragte der evangelischen Kirche zitiert – der hier explizit Heinz Grill als Coronaverharmloser und Streuer von Impfmythen darstellt. Schon seit vielen Jahren agitiert Pöhlmann gegen verschiedenste Gruppierungen mit spirituellen oder esoterischen Gedankengut, welche er wie vom richterlichen Stuhl der Kirche regelrecht aburteilt.

Zentral aber ist für mich die Steigerung des suggestiven Motivs, indem nun gezielt versucht wird, Heinz Grill oder auch sonst coronakritische Personen in ein Licht des Rechtsextremistischen und Politisierenden zu rücken. Ein Motiv, welches bereits seit Anbeginn von Corona als Demokratiegefahr verstärkt aufgebaut und instrumentalisiert wird: Esoterik und Rechtsextremismus. Man möchte nun Heinz Grill mit dem ‚Sturm auf dem Reichstag‘ in Verbindung bringen und ihn somit als demokratiegefährdende Instanz stigmatisieren und kriminalisieren. Ein Motiv was eine Gegnerschaft von Heinz Grill gerade explizit aufbaut und nützen möchte um ein diffuse Stimmung der Angst und Kriminalität um die Person eines Heinz Grill zu erzeugen.

Ähnlich wie es 2019 in dem Artikel der Süddeutschen darum ging Heinz Grill in das Licht eines kriminellen Milieus zu rücken und vor allem der Sektenbegriff hierfür instrumentalisiert wurde, wird nun eine drohende Gefahr durch eine angeblich demokratiegefährdende rechte Esoterik heraufbeschworen. Und wieder werden Ängste durch bewusst herbeigeleitete Assoziativvorstellungen vorsätzlich erzeugt.


Dialog, Konstriuktivtät und Inhaltlichkeit anstatt Hetze und Diffamierung

Wer sich aber mit der Person von Heinz Grill wirklich auseinandersetzt, wird zu einem ganz anderen Eindruck gelangen, als jenem welches durch eine Familie Bornschein, eine Marianne Buchmann und seitens der Kirche gegen ihn aufgebaut wird. Selbst die Journalisten des Hetzartikels der SZ von 2019 hatten aus angeblicher Gefahr vor Heinz Grill keinerlei persönlichen Kontakt mit diesem und dies obwohl Heinz Grill für jeden offenen und ehrlichen konstruktiven Dialog zur Verfügung steht.

Bemerkenswert auch wiederum, wie konträr das in der schwäbischen Zeitung kolportierte Bild von Heinz Grill als rechtsgerichteten Verschwörungsideologen gegenüber der Wirklichkeit ist. In keinem Buch oder keiner Aussage von ihm wird man eine rechtsgerichtete Haltung oder Aussage finden. Auch ruft Heinz Grill in keinster Weise zu Verschwörungen, demokratiegefährdenden oder polarisierenden Haltungen auf. Gerade seine Person und sein Werk kennzeichnen sich durch eine bewusst nicht polarisierende Grundhaltung, die vielmehr konkrete Möglichkeiten einer wachsenden Eigenverantwortung und konstruktiv-inhaltlichen Dialogfähigkeit fördern möchte.

Auch in Bezug zu Corona regt Heinz Grill dazu an, konkrete Möglichkeiten der eigenaktiven Immunstärkung aufzuzeigen. Seine Beiträge zeichnen sich gerade dadurch aus, dass er nicht in jene polarisierende Kerbe schlägt, um ein für oder gegen eine Impfung aufzuzeigen, sondern vielmehr beschreibt er Zusammenhänge, welche das Geschehen aus seelisch-geistiger Sicht beleuchten und die eigenverantwortliche Möglichkeit des Menschen in diesem Zeitgeschehen seine Stellung zu finden. Gerade diese polaritätsfreie Sichtweise, wirkt übergeordnet verbindend und schafft keine spaltenden Gräben, wie es sonst leider der derzeitig vorherrschend mediale Grundton ist.

Haltung – um den Leitbegriff dieses Artikels aufzugreifen, ist in dieser anspruchsvollen Zeit sicher mehr denn je notwendig, ja moralische Pflicht. Diese Haltung sollte sich aber nach meinem Verständnis nicht in moralisierenden und herabwürdigenden Schablonendenken äußern, sondern sie sollte vielmehr den offenen und wertschätzenden Dialog suchen, indem sich auch polar gegenüberstehende Haltungen pietät- und würdevoll gegenüberstehen und konstruktiv erweiternd begegnen können. Alle weitere Polarisierung folgt nur einer sich leider in unserer Zeit traurig verselbstständigen Destruktivtät.